Gott, Vater und Heiliger Geist – das ist nach der christlichen Lehre die Dreifaltigkeit. Um die Verkörperungen dieser Dreifaltigkeit (meist Jesus Christus) zu kennzeichnen, haben sich Künstler des Kreuznimbus bedient: einem Heiligenschein mit eingefügtem „griechischen Kreuz“.

Der Anfang und das Ende

Das Wort „Nimbus“ stammt aus dem Lateinischen, bedeutete ursprünglich Wolke, und meint in der christlichen Kunst die scheibenartige Darstellung eines Heiligenscheins. Ein griechisches Kreuz ist eine Kreuzvariante mit vier gleich langen Armen. Bei einem typischen Kreuznimbus überlagern sich drei Darstellungselemente: die göttliche Person im Vordergrund, dahinter das Kreuz über dem Heiligenschein. Der Kopf verdeckt dabei den unteren Teil des Kreuzes, sodass auf dem Bild nur drei seiner Arme sichtbar sind.

Kreuznimbusse finden sich auf mittelalterlichen Malereien, Fresken, Mosaiken, Glasfenstern, in Wappen und anderen künstlerischen Umsetzungen. Manchmal sind die beiden waagerechten Balken zusätzlichen mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega beschriftet – dem Symbol für den Anfang und das Ende gemäß der Offenbarung des Johannes.

Kreuznimbus