Fast während des gesamten 19. Jahrhunderts galten Laser als Hochtechnologie für besondere Anwendungen. Es bedurfte mehrerer Jahrzehnte der Forschung und Entwicklung, um Atome so anzuregen, dass sie einen intensiven, gebündelten Lichtstrahl von sich geben konnten. Heute gehören Laser zum Standard für industrielle Anwendungen – und Kreuzlinienlaser sind sogar für Heimwerker erschwinglich.

Was ist ein Kreuzlinienlaser?

Dieser spezielle Lasertyp erzeugt auf Knopfdruck zwei Lichtstrahlen, die einander im rechten Winkel kreuzen. Diese Laserstrahlen, die mit Wellenlängen von 400 bis 700 Nanometern arbeiten, lassen sich auf beliebige Flächen projizieren. Bei niedrigen Wellenlängen ist der Laserstrahl grün, bei höheren rot. Grüne Strahlen sind bei Tageslicht besser zu erkennen, müssen aber mit einem höhere Gerätepreis erkauft werden. Bei einem kurzen Blickkontakt sind die Strahlen übrigens fürs Auge ungefährlich – ein längerer Blick ist aber nicht zu empfehlen.

Als Energiequelle verwenden die Geräte in der Regel handelsübliche Batterien. Damit bekommen die Lichtstrahlen eine Reichweite von mindestens zehn Metern, bei Profi-Versionen auch deutlich mehr.

Nutzen und Einsatzbereiche von Kreuzlinienlasern

Der Kreuzlinienlaser erzeugt waagerechte und senkrechte Linien, die sich in perfekten Fadenkreuzen schneiden. Je nach Modell muss man den Laser eigenhändig ausrichten oder kann sich über einen Mechanismus zur Selbstnivellierung freuen. Damit nichts verrutscht oder wackelt, gehören Stative zur üblichen Zusatz-Ausstattung.

Auf diese Weise entstehen auf einer ebenen Fläche (einer Wand, einem Boden) exakte Hilfslinien für viele handwerkliche Aufgaben: Anhand der Linien lassen sich Fliesen oder Teppiche millimetergenau verlegen, Maler-, Maurer- oder Elektrikerarbeiten präzisieren. Wer schon einmal daran verzweifelt ist, ein Bild oder ein Regal zu justieren, für den ist der Kreuzlaser die Lösung aller Probleme. Das Gerät ist sozusagen die moderne Antwort auf die traditionelle Wasserwaage…

Kreuzlinienlaser