Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz… So könnten jedenfalls Musikschüler klagen, die dieses „Versetzungszeichen“ in der Notenschrift korrekt einsetzen sollen. Versetzungszeichen heißt das Kreuz deshalb, weil es einen (manchmal auch mehrere) Stammtöne um einen Halbton erhöht, also nach oben versetzt. So macht es aus dem C ein Cis, aus dem D ein Dis oder aus dem F ein Fis. Eingeführt wurde das Versetzungszeichen bereits im 10. Jahrhundert, war seinerzeit aber nur für den Stammton B üblich, und nannte sich dann „b durum“ bzw. „b quadratum“.

Heute wird das Zeichen als Doppelkreuz mit zwei schrägen Querstrichen dargestellt. Sein Gegenpart in der Notenschrift ist das kleine „b“, das einen beliebigen Stammton um einen Halbton erniedrigt.

Kreuz- Musik

Wo steht das Kreuz in den Noten?

In den meisten Fällen steht das Kreuz direkt vor dem einzelnen Stammton, für das es gilt. Je nach dem Stammton ist seine Position also in einem Zwischenraum, auf einer Linie oder einer Hilfslinie.

An manchen Fällen steht das Kreuz auch unmittelbar hinter dem Notenschlüssel. Diese Position bedeutet, dass es für alle folgenden Stammnoten gilt – bis das Musikstück zu Ende ist oder bis das Kreuz durch ein anderes Vorzeichen abgelöst wird.

Viele Dur-Tonleitern brauchen ebenfalls Kreuze: G-Dur ein Kreuz, D-Dur zwei Kreuze, A-Dur drei Kreuze, E-Dur vier Kreuze, H-Dur fünf Kreuze, Fis-Dur sechs Kreuze und Cis-Dur sogar sieben Kreuze.

Kreuz (Musik)