Kreuze haben nicht nur unsere Bildsprache erobert, sondern haben auch in der Typografie einen festen Platz. Bestes Beispiel ist das Kreuz †, das der Bezeichnung von Todesdaten dient. Es findet sich – gemeinsam mit dem Asterisk-Zeichen * für Geburt – unter anderem in Stammbäumen, Todesanzeigen oder auf Grabsteinen. Dabei bedarf – jedenfalls in unserem christlich geprägten Kulturraum – das Kreuz † keiner besonderen Erläuterung. Es versteht sich beinahe „von selbst“, dass es ein Todesdatum meint.

Im deutschsprachigen Raum erscheinen per Kreuz verdeutlichte Sterbedaten erstmals zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Im französischen Sprachraum hat sich stattdessen ein Pluszeichen (+) durchgesetzt, wogegen in England ein „d.“ (für died) üblich ist.

Nicht alleine Menschen sterben im Zeichen des Kreuzes

Im übertragenen Sinne bezeichnet das Kreuz † auch bestimmte Dinge oder Sachverhalte, die „gestorben“ bzw. verschwunden sind. So werden erloschene Sprachen oder Verwandtschaftslinien, ausgestorbene Pflanzen oder Tiere in den jeweiligen Fachsystematiken mit Kreuzen markiert. Ein wenig anders ist wohl die Herleitung, warum auf Fahrplänen die Sonn- und Feiertage mit Kreuzen abgekürzt werden: Die Sonntage sowie die meisten unserer Feiertage sind traditionelle Kirchtage, also eng mit der Kreuzsymbolik verbunden.

Ein Kreuz machen

Um in einem Text ein Kreuz einzufügen, kann man das benötigte Zeichen beispielsweise von dieser Seite kopieren. Oder man nutzt eine feste Tastenkombination. Die Kombination [Alt] mit den Ziffern 0,1,3,4 ergibt das richtige Kreuz † (Unicode U+2020), die Kombination [Alt] mit den Ziffern 4,2 den Asterisken * (Unicode U+002A). Wichtig: Die beiden Sonderzeichen erscheinen nur, wenn man bei der ganzen Eingabe die [Alt]-Taste gedrückt hält und die Zahlen nacheinander im Nummernblock der Tastatur eintippt.

Genealogisches Kreuz